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Reuth
startet voller Energie ins Neuland
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Zwei
Windräder entstehen
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Mietmaschinen
vom MVS Zeppelin im Einsatz bei EST Spezial-Technik GmbH
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MISSLAREUTH
(GM). In Mißlareuth, nahe dem Drei-Freistaaten-Stein an der
Grenze der Bundesländer Thüringen, Sachsen und Bayern, werden
seit Anfang Mai zwei 146 Meter hohe Windräder gebaut. Errichtet
und betrieben werden die Anlagen von der 1992 gegründeten EST
Spezial-Technik GmbH aus Döbeln, die neben Projekten zur Energieversorgung
zur Erzeugung alternativer Energien auch Hoch- und Tiefbauarbeiten
ausführen. Bisher errichtete das |
Unternehmen
in Sachsen 50 Anlagen, die erste bereits 1994. Den symbolischen Spatenstich
führte Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart mit einem Cat
Kettenbagger 318 C aus der Mietflotte der MVS Zeppelin durch. Und
auch für die anschließenden Bauarbeiten stellt der Vermietsspezialist
Maschinen und Geräte. Im Einsatz sind neben dem Cat 318 C ein
Kettenbagger 315 C, ein Cat Radlader 914 G, eine Rüttelplatte,
ein Mobilbagger und eine Grabenwalze.
Aus "DEUTSCHES BAUBLATT" Nr.339,
September/Oktober 2008 |
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Höher
als der Reuther Kirchturm
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Baggerstich
- Bis Oktober sollen in Mißlareuth zwei Windräder stehen
und 20 Jahre Energie produzieren
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Bürgermeister
Ulrich Lupart (in Bagger), hob mit dem Bagger Erde aus. Dies war
der demonstrative Beginn der Arbeiten zur Errichtung zweier Windräder.
Mit auf dem Bild EST-Geschäftsführer Steffen Stecher (rechts)
und Bauleiter Wilfried Reiss.
Foto: j.st.
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Mißlareuth - Sieben
Millionen kosten die beiden Windräder. Diese werden
derzeit auf Mißlareuther Flur, nur, einen Steinwurf vom
Drei-Freistaaten-Stein, an der Grenze dreier Bundesländer
errichtet. "Jedes hat eine Gesamthöhe von 146 Metern
und soll künftig jährlich 10 Millionen Kilowattstunden Strom
liefern. 3000 Drei-Personen-Haushalte können damit versorgt
werden", sagte Steffen Stecher, der Investor und Bauleiter
von der EST-Spezialtechnik GmbH in Döbeln. Bis Oktober
sollen sie stehen und aus Wind Strom erzeugen. Das ganze soll
über 20 Jahre geschehen, sowie es das Energieeinspeisegesetz
für erneuerbare Energien vorsieht. Stecher verteidigte
den Mißlareuther Standort mit der Aussage, die Region
hier ist ohnehin "windkraftanlagenseitig vorbelastet"
und meinte die damit in wenigen 100 Meter entfernt in Bayern
und
Thüringen stehenden Anlagen.
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Doch
es gibt auch Kritiker des Vorhabens. In einem offenen Brief wird darauf
hingewiesen, dass "Energieerzeugung durch Windkraft für
die Region und die vorhandene außerordentlich hohe Landschaftsbildqualität
sich absolut konträr gegenüber stehen". Außerdem
stehe auch der ökonomische und ökologische Nutzen in Frage.
Nichtsdestotrotz setzte Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart symbolisch
einen Baggerstich. Damit wurde der Beginn der Arbeiten demonstriert.
Die begannen aber schon am 6. Mai, wie Bauleiter Wilfried Reiss mitteilte.
Etwa 700 Meter außerhalb von Mißlareuth auf 627 Meter
über NN. Genau auf dem Rohrweg nach Münchereuth, Im Landkreis
Hof, steht künftig eine Anlage. Die zweite wird 500 Meter östlich,
nahe der Straße Mißlareuth - Grobau, errichtet. Beide
Anlagen sind baugleiche Modelle, "die bis Oktober stehen sollen",
so der 49-jährige Steffen Stecher, der auch Geschäftsführer
der EST-Spezialtechnik GmbH Döbeln ist.
"Errichtet werden Modelle der Firma REpower GmbH. Diese haben
eine Nabenhöhe von 100 Meter und Rotorblätter mit einem
Durchmesser von 92 Meter", klärt Stecher über Größen-details
auf. Es berichtet, dass die Maßnahme in Mißlareuth seit
fünf Jahren in der Planung ist, etwa 1500 m² Land dafür
von fünf Leuten gekauft und für zehn Hektar die Zustimmung
der Grundstückseigner eingeholt werden musste.
In seiner Eröffnungsrede sprach Stecher später auch von
Problemen in der Genehmigungs-phase, die fast zum Scheitern des Vorhabens
geführt hätten. "Aber auch Dank des Regierungspräsidiums
ist der Bau doch noch möglich geworden", so Stecher, der
Regierungs-präsident Karl Noltze in dessen Abwesenheit dafür
dankte. Nach Aussage von Steffen Stecher habe die bauausführende
Firma 100 Beschäftigte, existiere seit 1992 und beschäftige
sich mit Projekten zur Energieversorgung, zur Erzeugung alternative
Energien und führe Spezialtiefbau aus. Bereits im Jahre 1994
errichtete EST Döbeln die ersten Wind-räder. Bisher sind
es sachsenweit 50 Stück, 30 davon betreibt das Unternehmen selbst
- auch künftig in Mißlareuth.
Bericht
aus dem "Vogtland Anzeiger" von Freitag, dem 16. Mai 2008 |
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Spatenstich
für Windkrafträder
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Auf
Mißlareuther Flur rotieren ab Sommer zwei Giganten
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Als
Investition in die Zukunft auch dieser Reuther Kinder aus der Kinder-tagesstätte
wertete Bürgermeister Ulrich Lupart den gestrigen Spatenstich.
Von links: Laura Zeiske, Selina Schödel, Johannes Wetstein,
Lydia Schubert, Celine Röhn.
Foto: Ellen Liebner
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Mißlareuth.
Rund
sieben Millionen Euro nimt der Investor Elektro-Spezial-Technik
GmbH Döbeln in die Hand, um auf Mißlareuther Flur
bis zum Sommer zwei, je 146 Meter hohe Windkraftanlagen zu errichten.
Die werden, so Geschäftsführer Steffen Stecher gestern
zu Baubeginn, pro Jahr 10 Millionen Kilowattstunden Strom liefern.
Damit könnten 3000 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.
Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU) blieb es vorbehalten,
den ersten Spatenstich auszuführen.
Dazu schwang sich der Mann in die Kabine eines 20 - Tonnen- Kettenbaggers
und hievte einen halben m³ Erdreich empor.
Auf dem Boden der Realität zurück, sah Lupart ein
wichtiges Etappenziel auf dem Weg der Kommune Reuth zur energieautarken
Gemeinde erreicht. Reuth verfüge bereits |
über
Biogasanlagen, künftig auch über Windkrafträder und
in
absehbarer Zeit über Photovoltaikanlagen. Damit sei die Gemeinde
auf einen guten Weg, den angestrebten Mix aus umweltfreundlichen alternativen
Energien zur Eigenversorgung zu verwirklichen.
Fünf Jahre lang, so legte Stecher dar, habe man sich um alle
erforderlichen Genehmigungen bemüht. Von fünf Grundstückseigentümern
habe man Fläche erworben, außerdem rund 100 Zustimmungen
von Behörden eingeholt. Darunter die des Gemeinderats Reuth.
Keine Zustimmung zum Projekt hatte Bernhard Weisbach gegeben. Der
Plauener Landschaftsarchitekt war beim gestrigen Spatenstich nicht
anwesend. Er bewertete das Ereignis als einen "rabenschwarzen
Tag für das vogtländische Landschaftsbild". Aus der
Bevölkerung, so Stecher und Lupart übereinstimmend, habe
sie nie jemand ernsthaft gegen das Bauvorhaben gestellt.
Das Revier in 625 Meter Höhe auf Mißlareuther Flur ist
begehrt. Bei Windkraftanlagen-betreibern wurde es doch nach Langzeitmessungen
als eines der stabilsten Windgebiete Sachsens ausgewiesen. Im angrenzenden
Thüringen (Heidefeld) und Bayern (Münchereuth) nutzen Windkraftbetreiber
diese Vorzüge schon längst. Lupart: "Wir bestücken
also nicht als erste die Landschaft mit den Anlagen, sondern führen
Begonnenes fort.
Bericht
aus der "Freien Presse" von Freitag, dem 16. Mai 2008/
von Georg Bachmann |
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Reuth
denkt um: Solaranlagen auf Häusern statt auf der Wiese
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Bürgermeister Lupart: Dächer müssen ohnehin saniert werden |
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Reuth.
Statt ein nun mehr freies Gelände an der Bahnhof-straße
könnten auch die gegenüber liegenden kommunalen Wohnblöcke
als Standort für im Dorf geplante Photovoltaik-Anlagen dienen.
Das hat Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU)
am Dienstagnachmittag am Rande einer Veranstaltung gesagt.
Zu dem Treffen hatte er Einwohner des Ortes und Firmenver-treter eingeladen,
um bei Bier und Bratwurst den Abriss der Ruine eines nie fertig gestellten
Gebäudes zu feiern. Auf dem Gelände soll ein Solarpark entstehen.
Für die |
Planung
des auf rund
2,2 Millionen Euro geschätzten und von einem Döbelner Investor
finanzierten Projekts ist der Zobeser Uwe Röhn vorgesehen.
Der
war am Dienstag ebenfalls mit in Reuth und sieht in der Wohnblock-Variante
sogar die bessere Lösung. Zum einen, weil kein zeitaufwendiger
Bebauungsplan nötig sei. Zum anderen weil auf Dächern installierte
Anlagen derzeit politisch bevorzugt, und deshalb großzügig
gefördert werden.
Lupart denkt zudem praktisch: "Da kann ich zwei Fliegen mit einer
Klappe schlagen. die Dächer müssen ohnehin saniert werden."
(ts)
Bericht
aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 01. November
2007/
von Thomas Stranz;
Foto: Brigitte Meier
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Reuth
setzt bei Strom auf die Kraft der Sonne
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| Gelände
an der Bahnhofstraße für Solarkraftwerk vorgesehen - Lob vom
Landratsamt |
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Reuth.
In einer Photovoltaik-Anlage, elektrischen Strom aus Sonnenlicht zu
produzieren, könnte schon bald in der Gemeinde Reuth Wirklichkeit
werden. Auf einem Gelände an der Bahnhofstraße, wo bis
diese Woche noch die Ruine eines nie fertig gestellten Kindergartens
gestanden hat, sollen die Solarmodule fest im Boden verankert werden.
Das sagt Uwe Röhn, der sich in Absprache mit dem Investor, der
EST Spezialtechnik GmbH aus Döbeln, mit den Planungen beschäftigt.
Röhn, der auch Geschäftsführer der Vogtland PET GmbH
ist, die im Gewerbegebiet Plauen-Neuensalz |
Kunststoffflaschen
recycelt, betreibt ein Ingenieurbüro und kümmert sich derzeit
um den Abriss der Ruine sowie die Beräumung des Geländes.
Das eigne sich wegen seiner günstigen Ausrichtung zur Sonne für
das etwa Fußballfeld große Vorhaben gut. Die Kosten gibt
Röhn mit etwa 2,2 Millionen Euro an.
Um mit dem Solarkraftwerk rentabel zu sein, muss nicht einmal vom
Morgen bis zum Abend über Reuth die Sonne strahlen. "Photovoltaik-Anlagen
erzeugen bereits Strom, wenn es draußen hell wird", erklärt
Röhn. Lacht Klärchen aber, kann maximal eine Leistung von
650 Watt pro Quadratmeter erreicht werden. Röhn geht von einer
durchschnittlichen Leistung von 250 Watt pro Quadratmeter aus. Die
Energie soll dann ins öffentliche Netz fließen - vergütet
mit 35,5 Cent pro Kilowattstunde.
Das alles seien zunächst Überlegungen, einen Bebauungsplan
gibt es dafür noch nicht, so Röhn, der auch mit kritischen
Stimmen rechnet - etwa von Anwohnern. Denn das Gelände muss nicht
nur komplett umzäunt werden, durch die eng aneinander gereihten
Solarmodule werde auch das Ortsbild verändert. "Aber das
muss dann ausdiskutiert werden, wenn der Bebauungsplan steht",
so Röhn.
Tobias Pohl, Chef des Umweltamtes im Landkreis, begrüßt
die Idee jedenfalls von ganzem Herzen: "Ich finde, es ist eine
gute Sache, umweltfreundliche Energie im Vogtland zu erzeugen und
damit dem regionalen Wirtschaftskreislauf zu nützen." Ähnliche
Überlegungen von Photovoltaik-Freianlagen gibt es laut Pohl im
Vogtland bisher in Auerbach. Tatsächlich in die Tat umgesetzt
wurde aber noch keines der Projekte.
Bericht
aus der "Freien Presse" von Samstag, dem 20. Oktober 2007/
von Thomas Stranz;
Foto: Brigitte Meier
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Abrissbirne
fällt Reuther Ruine
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Auf
Gelände des nie betriebenen Reuther "Kindergar-tens"
soll Sonnenenergie aus Solarpark genutzt werden
Reuth/Mißlareuth.
Am 23. Oktober wird sich die Abrissbirne über die Ruine des
nie als solches genutzten Kindergartenge-bäudes in Reuth erheben.
Dies teilte Architekt Uwe Röhn mit, der zur Gemeinderatssitzung
am Dienstagabend in punkto baulicher Ausschreibungen Rede und Antwort
stand.
Die Beseitigung der Rohbauhülle an der Bahnhofstraße stieß
auf
offene Ohren bei den elf anwesenden Räten, ist das
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Fachdach-Rudiment aus dem Jahr 1988 doch wahrlich kein schöner
Anblick. Kurz vor der politischen Wende von 1989 für rund 80
Kinder geplant, kam es nie zur Fertigstellung. Vielmehr wurde das
Gebäude 1994 verkauft. Es sollten Eigentumswohnungen entstehen.
Vor wenigen Jahren ersteigerte die Gemeinde das Objekt.
Der Kindergarten befindet sich heute übrigens in einem Anbau
der Reuther Schule. "Etwa 75 Mädchen und Jungen, darunter
auch Hortkinder, besuchen unsere Einrichtung seit Anfang der 90er
Jahre", wie Vera Tröger, stellvertretende Leiterin, Auskunft
gibt.
Für den Abriss der Ruine ist laut Bürgermeister Ulrich Lupart
(DSU) nun ein Investor aus dem sächsischen Döbeln zuständig.
Dabei handelt es sich um die EST Spezial Technik GmbH, die auch die
beiden Windkrafträder südwestlich von Mißlareuth errichten
will. "Im Zuge der gesetzlich geforderten Ersatzmaßnahmen
erhielt der Investor die Auflage, dass Gebäude nach dem Abriss
hangmäßig anzupassen", so Lupart. Erst einmal werde
Wiese gesät um die Fläche zu renaturieren. Ob dort später
ein Solarpark entstehen wird, ist im Gespräch. Detaillierte Information
wollte allerdings noch kein Verantwortlicher geben. Steffen Stecher,
einer der Döbelner Geschäftsführer, war gestern nicht
für die "Freie Presse" erreichbar.
Zum Verständnis: Das 1150-Einwohner zählende Reuth ist auf
dem Weg zur energie-autarken Gemeinde, weshalb die alternativen Energielieferanten
gut ins Konzept passen. "Die Windräder werden eine Höhe
von 146 Metern haben und sogar mit einem Fahrstuhl ausgestattet sein",
informierte Lupart über die Windradriesen, die im Idealfall alle
sieben Ortsteile mit Strom versorgen sollen.
Bericht
aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 11. Oktober
2007
-
Foto: Brigitte Meier |
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+++ Reuth plant Energie - Forum +++
Angebot richtet sich
an alle Einwohner - Termin im Oktober oder November
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Reuth.
Im Oktober, spätestens November plant
die Gemeinde Reuth ein Bürgerforum zum Thema: Energiesparen. Das hat
Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU) während der jüngsten Ratssitzung
angekündigt. Im Mittelpunkt soll dabei Andreas Walther aus Netzschkau
stehen, der für das kommende halbe Jahr in der Gemeinde als Energiemanager
arbeiten wird. Walther hatte sich in der Sitzung vorgestellt und betont,
in den nächsten Monaten nicht nur Ansprechpartner für kommunale
Belange, sondern auch für die Einwohner zu sein.
In dem Forum sieht er vor allem ein Angebot an jene Bürger, die bei
den Energieausgaben tatsächlich sparen möchten, aber mit Augenmaß
planen und sich bei den damit verbundenen Ausgaben für die notwendige
Technik nicht verausgaben wollen. "Es nützt nichts, jemanden eine
Solaranlage schmackhaft zu machen, dessen Hausdach mehr Fenster als Ziegel
hat", warnt Walther vor möglichen Fehlern.
Zugleich schraubt er allzu große Erwartungen an das mögliche
Einsparpotenzial zurück. Schließlich sei gerade in Ostdeutschland
das Gros der privaten Heizungsanlagen in den vergangenen 17 Jahre erneuert
worden. und damit auf einem vergleichsweise modernen Niveau. Das müsse
allerdings trotzdem ständig überprüft werden, so Walther.
Derzeit beschäftigt sich der Fachmann vor allem mit Einsparmöglichkeiten
im kommunalen Bereich - etwa bei der Straßenbeleuchtung oder der Wärmeversorgung
für den inzwischen unter anderem von der Feuerwehr genutzten Gebäudekomplex
der früheren Schule und des Kindergartens. Dort bestehe Handlungsbedarf.
Dabei sei nicht der noch recht moderne Heizkessel das Problem, sondern das
40 Jahre alte Leitungsnetz. Walther: "In dem geht sehr viel Wärme
verloren."
Bericht
aus der "Freien Presse" von Freitag, dem 07. September 2007/ von
Thomas Stranz |
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Biogasanlagen
unterstützen Reuther Vision - Genossenschaft nutzt technische Errungenschaft
seit 1999
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Dehles.
Nimmt man das enorme Interesse als Gradmesser,
begibt sich die Kommune Reuth in breiter Front auf den zukunftsträchtigen
Weg, energieautarke Kommune zu werden. Fachleute erklärten knapp 100
Besuchern, welchen Nutzen der einzelne ebenso wie die Gemeinschaft aus Biogas,
Photovoltaik, Windkraft und Solarenergie ziehen kann.
-----------------------------------------------------------------------------------------....
Thilo Lehmann, Geschäftsführer der Maschinenbau GmbH aus Jocketa,
bot einen Überblick über die in verschiedensten Systemen und Verfahren
denkbare Biogastechnik. "Eine Technologie, die ihren Siegeszug angetreten
hat", sagte er.
... Aus Licht wird Energie bei einer Photovoltaikanlage. Über Vor-
und Nachteile informierte Lothar Seliger aus Schloditz. "Diese umweltfreundliche
Sache hat beste Wachstumschancen", kommentierte er.
Der Windkraft widmete sich Michael Schubert aus Westewitz als Vortragender.
"Bei den Wunschenergien der Deutschen rangiert der Wind nach Sonnen-
und Wasserkraft auf Rang drei", führte er aus. ...
Zum Thema Erdwärme und Wärmepumpen referierte Wolfgang Müller
aus Pausa. Er verdeutlichte, dass Wärmepumpenenergie keine reine erneuerbare
Energie sei. Die Vorräte an Erdöl auf der Erde bezifferte er auf
44 Jahre.
Gunter Schimmel aus Mehltheuer riet den Leuten, sich beraten zu lassen,
ob ihr Haus solartauglich sei. ...
Im Sommer 2006 soll ein vom Chemnitzer Industrieunternehmens Pro-Con erarbeitetes
Konzept vorliegen. Dessen Firmenvertreter Thomas Scherzberg versicherte
der Gemeinde Reuth, auf dem richtigen Weg zu sein.
"Im Spätherbst wird in Reuth einiges passieren", blickte
ein über Teilnahme und den Ablauf der Konferenz sichtlich zufriedener
Bürgermeister bereits am Dienstag weiter voraus. Er denkt unter anderem
daran, dass die kommunalen Wohnungen in Reuth von Energie profitieren könnten,
die in einer Reuther Biogasanlage erzeugt wird.
Die Experten beantworteten ein halbes Dutzend Fragen, bevor es dann im kleineren
Kreis um ganz persönliche Anfragen in Sachen Energie ging. ... (Georg
Bachmann)
Auszugsweise aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 9. März
2006 |
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bitte auf das Bild klicken +++
Fotos: B.M.
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Energie-Gipfel
in zweiter Auflage
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Reuth
auf dem Weg zur energie-autarken Gemeinde - Sechs Referenten informieren
in Dehles 60 Zuhörer (von Georg Bachmann)
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Dehles. Wie wird Reuth mit seinen sieben Ortsteilen - 1142
Einwohnern leben in 430 Haushalten - zur energieautarken Kommune?
Anders gefragt: Wie deckt Reuth seinen Energiebedarf aus regenerativen
Energieformen? Antworten auf diese Frage suchte die 2. offene Energiekonferenz,
die am Dienstagabend im Betrieb der Milchwirtschaft Dehles stattfand.
"Das Ziel ist bei entsprechendem Engagement für die Gemeinde
sicher zu erreichen", versicherte Thomas Scherzberg, dessen Firma
ProCon in Chemnitz an einer Machbarkeitsstudie für Reuth arbeitet,
diese demnächst
vorlegen
will. Man habe die bisherigen Leistungen ohne
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Die
Referenten beim Energie- Gipfel in Dehles (von links). Silvio Fischer,
Thomas Scherzberg, Manfred Kreher, Astrid Plank, Werner Müller,
Andreas Völlings
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Vergütung
erbracht, erklärte Scherzberg. Sein Unternehmen werde sich damit gedulden,
bis Fördermittel für das Projekt ins Reuther Gemeindesäckel
fließen.
Aufs liebe Geld wartet auch Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart. der
Ideengeber und Initiator aller Bemühungen um Energie-Autarkie. "Wir
erwarten mehr als Schulterklopfen, sondern praktische Unterstützung",
äußerte sich Lupart erwartungsvoll in Richtung Dresden und Chemnitz.
"Der Vogtlandkreis macht schon ganz gut mit, muss sich aber noch steigern",
wandte er sich an Tobias Pohl. Der Umweltamtschef des Vogtlandkreises saß
im Publikum.
"Uns sind alle Helfer willkommen", ließ Lupart seine Gedanken
schweifen, nannte vier Säulen der Reuther Energie-Autarkie: Zwei Biogasanlagen
in Dehles und in Reuth., zwei Windkraftanlagen in Mißlareuth, eine
Photovoltaikanlage Reuth, ein Bürgerkraftwerk in Tobertitz.
Ein halbes Dutzend Referenten stand auf der Rednerliste der Konferenz. Sie
begründeten die Notwendigkeit einer Energiewende hierzulande, zeigten
Möglichkeiten der Energieberatung auf, gingen auf Finanzierungsmöglichkeiten
für Privatleute und Kommunen ein, führten verschiedene Möglichkeiten
der Kraft-Wärme-Kopplung zum Energiesparen vor.
Versammlungsleiter, Uwe Röhn stellte am Ende einer zweistündigen
Konferenz fest, dass die Referenten mit den weitesten Anreisewegen aus Dresden
und Chemnitz auch die längste Redezeit beansprucht hatten. So gesehen
fasste sich Silvio Fischer aus Dehles am kürzesten. Er war zu Fuß
gekommen und stellte den Milchwirtschaftsbetrieb samt zugehöriger Biogasanlage
vor.
Tobias Pohl würdigt im Pausengespräch mit "Freie Presse"
die Reuther Bestrebungen, regenerative Energien einzusetzen. Das gesamte
Vogtland als energieautarke Region könne er sich nicht vorstellen,
wohl aber mehrere "Keimzellen" ähnlich den Vorhaben in Reuth
und im Waldpark Grünheide.
Bericht
aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 11. Mai 2006 / Foto:
Ellen Liebner |
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bitte auf das Bild klicken +++
Fotos: U.M.
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+++Zwei
Partner für Reuth im Energie-Dialog +++
Energie-autarke Dörfer im Westen
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Reuth.
"Es könnte doch schon zwei energie-autarke Kommunen in Deutschland
geben." Mit dieser Auskunft überraschte gestern Andreas Völlings
"Freie Presse". Noch zur Energie-Konferenz am Dienstag im Reuther
Ortsteil Dehles hatte auch Völlings als Referent und Vertreter des
Energieeffizienzzentrums im Sächsischen Landtag für Umwelt und
Geologie keine energie-autarke Kommune in Deutschland nennen können.
Völlings aktuelle Recherche indes führte zu zwei Hinweisen: Die
Gemeinde Jühnde in Niedersachsen und die Gemeinde Morbach in Rheinland-Pfalz
sollen ihren Energiebedarf ausschließlich aus regenerativen Energieformen
decken. "Ein Nachwuchs über die erreichte Autarkie liegt uns aber
nicht vor", äußert sich Völlings vorsichtig. "Es
gibt vor allem in Österreich Gemeinden, die Energie-Autarkie anstreben,
beziehungsweise schon erreicht haben", sagt der Experte und nennt stellvertretend
die Ortsnamen Güssing und Großwilfersdorf.
Zu den beiden deutschen Kommunen will Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart
Kontakt aufnehmen. "Vielleicht haben alle Partner etwas davon",
sagt er und beruft sich dabei auf den Grundsatz, dass Erfahrungsaustausche
immer noch die billigste Investition seien. (ach)
Bericht
aus der "Freien Presse" von Samstag, dem 13. Mai 2006
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+++Energie-Dorf:
Grünes Licht für Studie +++
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Reuth.
Auf dem Weg zu einer energieautarken Gemeinde ist Reuth einen Schritt
vorangekommen. Der Gemeinderat gab bei einer Chemnitzer Firma eine Machbarkeitsstudie
in Auftrag. Innerhalb der nächsten Monate soll die Firma nun prüfen,
ob Reuth seinen Energiebedarf etwa durch Windkraft, Biogas und Solaranlagen
selbst decken kann. Die Studie umfasst zudem Vorschläge, wie dieses
Vorhaben konkret umgesetzt werden kann, sowie die Suche nach Fördermöglichkeiten.
Die Untersuchung kostet 1600 €.
"Dieses Geld ist nicht rausgeschmissen", hatte Bürgermeister
Ulrich Lupart vor der Abstimmung um Unterstützung durch die Räte
geworben. Eindringlich betete er den Räten vor, dass die Energiepreise
künftig steigen dürften und die Gemeinde den richtigen Weg eingeschlagen
habe. "Wenn es Vorteile bringt für die Bürger, bin ich auch
mal ein Grüner", flachste der DSU-Mann. Um seinen Bürgern
diese Vorteile schmackhaft zu machen, lädt er für den 7. März
um 19.00 Uhr zur Energiekonferenz mit zahlreichen Fachvorträgen in
die Kantine der Milchwirtschaft Dehles. (fhob)
Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag,
dem 16. Februar 2006
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+++ Ulrich Lupart nimmt Neuland untern Pflug: +++
Reuth soll energie-autarke Kommune werden
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Gemeinderat
folgt Vision des Bürgermeisters zögerlich - Ingenieurfirma Pro-Con
aus Chemnitz hält Fachvortrag und bietet Zusammenarbeit an
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Reuth.
Eine Vision beseelt Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart. Die Gemeinde
mit ihren sieben Ortsteilen und 1000 Einwohner könnte des Vogtlands
erste energie-autarke (energie-selbstständige) Kommune werden. Das
hieße, man verbraucht nicht mehr Energie aus regenerativen Quellen
als man auch selbst zu produzieren vermag. Der Gemeinderat reagierte reserviert.
Zwar verschließen sich die Abgeordneten den Gedankenspielen nicht,
aktuelle andere Probleme beschäftigen sie aber mehr. (von
Georg Bachmann)
Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag,
dem 19. Januar 2006 |
+++ bitte auf das Bild klicken +++
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Blick
auf Reuth aus der Vogelperspektive.
Diese Ansicht wie auch Luftaufnahmen von allen anderen Reuther Ortsteilen
können in der Geschäftsstelle der
"Freien Presse" in Plauen erworben werden. |
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Deutschlands Energie-Importrechnung fällt von Jahr zu Jahr höher
aus+++
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bitte auf das Bild klicken +++
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Der Preisanstieg an den internationalen Energiemärkten macht
sich auch für die deutsche Wirtschaft sehr unangenehm bemerkbar.
Musste die Unternehmen für die Einfuhr von Erdöl, Erdgas,
Mineralölerzeugnissen und Kohle im Jahr 2004 noch rund 53 Milliarden
Euro ausgeben, so werden im Jahr 2005 gut 73 Milliarden fällig.
20 Milliarden Euro Mehraufwand für Energie - das entspricht fast
einem Prozent des Bruttoinlandprodukts. Und das ist noch nicht das
Ende. 2006 muss Deutschland noch mehr Geld für Energieeinfuhren
aufbringen, vermutlich knapp 90 Milliarden Euro. Dieser gewaltige
Kaufkraftentzug hat natürlich Folgen: Er dämpft die konjunkturelle
Entwicklung und trägt damit nicht gerade zum Abbau der hohen
Arbeitslosigkeit bei.
Bericht
aus dem "Vogtlandanzeiger" vom 26.11.2005 |
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+++Sachsen
setzt auf Braunkohle und erneuerbare Energien+++
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Ministerpräsident
Georg Milbradt: Alternative Energien müssen schnellstens wettbewerbsfähig
werden
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bitte auf das Bild klicken +++
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Freiberg. Die Braunkohle wird noch lange Zeit Sachsens Energieträger
Nummer eins sein. "Sachsen bleibt Braunkohleland", sagte
der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) gestern
in Freiberg beim ersten sächsischen Rohstofftag. Der Anteil erneuerbarer
Energien werde zudem in den nächsten Jahren weiter steigen. Bei
Wind und Wasser stoße Sachsen an die Grenzen der Nutzung. Solarenergie,
Geothermie und Biomasse bergen aber ein großes Energiepotenzial.
Wie andere Produkte auch |
müssten
erneuerbare Energien jedoch wettbewerbsfähig werden und dürften
über die notwendige Anschubfinanzierung hinaus nicht gefördert
werden. Derzeit seien sie hoch subventioniert und "das kann nicht
immer so weiter gehen".
Ziel der Staatsregierung ist es, laut Milbrandt, dass auch in Zukunft
Bürger und Wirtschaft Energie und Rohstoffe sicher, preisgünstig
sowie umwelt- und sozialverträglich zur Verfügung gestellt
bekommen. In der Vergangenheit seien die Preise durch politische Konflikte
sowie die rasante wirtschaftliche Entwicklung von China und Indien
spektakulär angestiegen.
Angesichts dieser Erfahrungen seien Scheuklappen in der Diskussion
um die künftige Ausrichtung der Energiepolitik fehl am Platze.
"Billige Energie wird es nicht mehr geben", sagte Milbradt.
Um so stärker müsse der Wettbewerb bei Energie und Strom
angekurbelt werden. Der Freistaat habe von 31 Anträgen auf Preiserhöhung
zum Jahreswechsel die beantragte Steigerung bei 29 Unternehmen um
durchschnittlich ein Viertel gekürzt.
Horst Richter, Vorstandsvorsitzender des Geokompetenzzentrum Freiberg
e.V., regte gestern an, den Rohstoffabbau wieder aufzunehmen. "Sachsen
ist kein rohstoffarmes Land. Kupfer, Zink und Wolfram lagern noch
unter der Erde", sagte er. Anfang der 90er Jahre seien alle Gruben
geschlossen worden. Nach 15 Jahren und einer welt- und energiewirtschaftlich
völlig neuen Situation müsste darüber nachgedacht und
nachgerechnet werden. Durch die eigene Entwicklung würden Entwicklungsländer
nicht mehr so bereitwillig Rohstoffe nach Europa verkaufen. Für
den Abbau von Rohstoffen in Sachsen gibt es bereits Anfragen aus dem
Ausland. (Ramona Nagel)
Bericht
aus "Freie Presse" vom 23.03.2006 |
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Auf
dem Weg zur Energie-Autarkie
Gemeinde
Reuth will sich mit Energiemix unabhängig machen
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| Für
seine soziale Ader ist er bekannt, Ulrich Lupart, der Bürgermeister
der vogtlän-dischen Gemeinde Reuth. |
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Liebt
gern auch moderate Töne. Ulrich Lupart, Bürgermeister der
vogtländischen Gemeinde Reuth. |
Wo
Hilfe im Ort gebraucht wird, ist er mit persönlichem Engagement
und materieller Unter-stützung zur Stelle. Medien kürten
ihn dafür zum nettesten Bürgermeister Deutschlands.
Was die 1142-Einwohner-Gemeinde und ihr Oberhaupt jedoch in die Schlagzeilen
brachte, ist die Vision, energie-autarke Kommune zu werden. Lupart
schwebt ein Mix aus regenera-tiven Energieformen vor, um für
seine Gemeinde preiswerteren und umweltfreundlichen Strom zu bekommen.
Im Klartext bedeutet das, im Ort nicht mehr Energie zu verbrauchen,
als man aus regenerativen Quellen selbst zu produzieren vermag. Die
Reuther Energie-Autarkie soll nach den Vorstellungen des Bürgermeisters
auf vier Säulen ruhen: Zwei Biogasanlagen, zwei Windkraftanlagen,
eine Photovoltaikanlage und ein Bürgerkraftwerk. Zwei Beispiele
für Energiegewinnung aus Biomasse habe man ja schon in den Ortsteilen
Dehles und Schönlind. In Mißlareuth nehme ein Windkraftprojekt
Gestalt an und die Reuther Tankstelle könne eventuell Diesel
anbieten.
"Die Gemeinde Reuth ist auf dem richtigen Weg. Eine energieautarke
Kommune, das ist keine Vision, sondern aktiver Klimaschutz",
versicherte Thomas Scherzberg von Pro-Con. Das Chemnitzer Industrieunternehmen
arbeitet an einer Machbarkeitsstufe für Reuth und seine sieben
Ortsteile. Ein Investor aus dem sächsischen Döbeln steht
Gewehr bei Fuß, um zwei Windkraftanlagen in der Gemeinde zu
errichten.
Nach anfänglicher Skepsis bekunden jetzt immer mehr Einwohner
und mittelständige Unter-nehmen des Ortes ihr Interesse an den
Vorhaben des Bürgermeisters. Auch Sachsens Umweltminister Tillich
zeigte sich interessiert an dem Reuther Projekt. "Wir erwarten
aber mehr als Schulterklopfen, sondern praktische Unterstützung",
äußerte sich dazu Ulrich Lupart erwartungsvoll in Richtung
sächsische Landeshauptstadt und Chemnitzer Regierungspräsidium.
WOLFGANG BALTZER
Bericht aus dem "WIRTSCHAFTSJOURNAL"; Nr. 11; 16. Jahrgang
(Das mitteldeutsche Wirtschaftsmagazin) |
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Biotop
gleich hinter dem Gemeindeamt in Reuth
2000 Quadratmeter großer Teich in natürlicher
Umgebung
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Wie klar
das Wasser in neuen Teich des Biotops ist, prüfte Ulrich Lupart
an Ort und Stelle. "Hier werden demnächst Fische eingesetzt",
blickte der Bürger-meister voraus. Und auch einige Sitz-bänke
würden gut dorthin passen, ließ er seine Gedanken schweifen.
- FOTO: Simone Zeh |
Reuth.
"Ich finde es sehr gut und halte
es auch für notwendig, dass der natur etwas zurück gegeben
und nicht immer Fläche nur versiegelt wird", äußerte
Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart, als er jetzt ein neues Biotop
in Reuth an die Öffentlichkeit übergab. Für den Ort
sei dies ein Glücksfall.
Der abgegrenzte Lebensraum innerhalb eines Ökosystems - so wird
der Begriff Biotop definiert - befindet sich nur wenige 100 m hinter
dem Haus der Gemeindeverwaltung Reuth und bereits inmitten der Natur.
Zu diesem Biotop gehören ein Teich mit etwa 2000 Quadratmeter
Wasserfläche, ein gemächlich dahin fließender Wasserlauf,
ausgelegt mit Steinen, zahlreiche Bäume und Sträucher sowie
Wiesenfläche, die teils neu angesät worden ist. |
Dieses
Biotop in Reuth gilt als eine Ausgleichsmaßnahme für einen
Abschnitt der Autobahn bei Zwickau Ost. Eine Landschaftsbaufirma aus
Elsterwerda erstellte es im Auftrag des Autobahnamtes in Dresden,
welches sie Fläche von privat kaufte. Firmenvertreter Gerhard
Müller freute sich, dass die Gemeinde Reuth ihn und einige Mitarbeiter
zu der Übergabe eingeladen und sich für die Arbeiten bedankt
hatte. "So etwas ist nicht alltäglich", so der Elsterwerdaer.
Müller bedankte sich zudem bei der Bevölkerung, die viel
Krach und Dreck in den vergangenen Monaten während der Bauarbeiten
in Kauf nehmen musste und nie darüber geklagt hatte.
Bericht
aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 15. Juni 2006
(Bericht von Simone Zeh)
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+ Ein Teich als ökologischer Ausgleich + Fotos:
B.M.
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REUTH - Ein Bagger
gräbt derzeit seine große Schaufel am Ortsrand von Reuth in
Richtung Spielmes in die Erde einer großen Wiese. Als Ausgleichsmaßnahme
für den Bau des Abschnittes Plauen/Ost bis Zwickau/Ost der Bundesautobahn
72 entsteht hier ein Biotop.
"Es ist eine Maßnahme des sächsischen Autobahnamtes in
Dresden und es wird ein Teich mit einer Wasserfläche von etwa 2000
m² mit einer gruppenweisen Bepflanzung entstehen", schildert
im Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger der Nürnberger Landschaftsarchitekt
Dietmar Malik die derzeit dort stattfindenden Arbeiten. "Im Rahmen
dieser ökologischen Ausgleichsmaßnahme wird im Nachbarflurstück
eine Heckenstruktur entstehen und bei Ruderitz eine Aufforstung mit heimischen
Laubhölzern vorgenommen. Auf insgesamt 6,5 ha erfolgen an diesen
Orten Ersatzmaßnahmen für den erfolgten Autobahnbau zwischen
Plauen und Zwickau."
Derzeit arbeitet die Landschaftsbau Elbe-Elster GmbH in Elsterwerda an
dem Teich. Damit dieser entsteht, müssen rund 3000 m³ Erdboden
entfernt werden. Der Boden wird abtransportiert und bei der Biogasanlage
der Agrarproduktion Reuth eingebaut. "Wir versuchen, die Belästigung
der Anwohner durch die Erdtransporte so gering wie möglich zu halten.
Auf dem zukünftigen Areal wird eine extensive Bewirtschaftung - ohne
Düngung - möglich", sagte der Architekt. (j.st.)
Bericht
aus dem"Vogtland Anzeiger" von Samstag, dem 03. September 2005
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