Reuth startet voller Energie ins Neuland
Alternative Stromerzeugung - Windkraft wirbelt Reuth an die Spitze
Zwei Windräder entstehen
Mietmaschinen vom MVS Zeppelin im Einsatz bei EST Spezial-Technik GmbH
bitte klicken MISSLAREUTH (GM). In Mißlareuth, nahe dem Drei-Freistaaten-Stein an der Grenze der Bundesländer Thüringen, Sachsen und Bayern, werden seit Anfang Mai zwei 146 Meter hohe Windräder gebaut. Errichtet und betrieben werden die Anlagen von der 1992 gegründeten EST Spezial-Technik GmbH aus Döbeln, die neben Projekten zur Energieversorgung zur Erzeugung alternativer Energien auch Hoch- und Tiefbauarbeiten ausführen. Bisher errichtete das
Unternehmen in Sachsen 50 Anlagen, die erste bereits 1994. Den symbolischen Spatenstich führte Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart mit einem Cat Kettenbagger 318 C aus der Mietflotte der MVS Zeppelin durch. Und auch für die anschließenden Bauarbeiten stellt der Vermietsspezialist Maschinen und Geräte. Im Einsatz sind neben dem Cat 318 C ein Kettenbagger 315 C, ein Cat Radlader 914 G, eine Rüttelplatte, ein Mobilbagger und eine Grabenwalze.

Aus "DEUTSCHES BAUBLATT" Nr.339, September/Oktober 2008
 
Höher als der Reuther Kirchturm
Baggerstich - Bis Oktober sollen in Mißlareuth zwei Windräder stehen
und 20 Jahre Energie produzieren
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Bürgermeister Ulrich Lupart (in Bagger), hob mit dem Bagger Erde aus. Dies war der demonstrative Beginn der Arbeiten zur Errichtung zweier Windräder. Mit auf dem Bild EST-Geschäftsführer Steffen Stecher (rechts) und Bauleiter Wilfried Reiss.

Foto: j.st.
 Mißlareuth - Sieben Millionen kosten die beiden Windräder.  Diese  werden derzeit auf Mißlareuther Flur, nur, einen  Steinwurf vom Drei-Freistaaten-Stein, an der Grenze dreier  Bundesländer errichtet. "Jedes hat eine Gesamthöhe von 146  Metern und soll künftig jährlich 10 Millionen Kilowattstunden  Strom liefern. 3000 Drei-Personen-Haushalte können damit  versorgt werden", sagte Steffen Stecher, der Investor und  Bauleiter von der EST-Spezialtechnik GmbH in Döbeln. Bis  Oktober sollen sie stehen und aus Wind Strom erzeugen. Das  ganze soll über 20 Jahre geschehen, sowie es das  Energieeinspeisegesetz für erneuerbare Energien vorsieht.  Stecher verteidigte den Mißlareuther Standort mit der  Aussage, die Region hier ist ohnehin "windkraftanlagenseitig  vorbelastet" und meinte die damit in wenigen 100 Meter  entfernt in Bayern und Thüringen stehenden Anlagen.
Doch es gibt auch Kritiker des Vorhabens. In einem offenen Brief wird darauf hingewiesen, dass "Energieerzeugung durch Windkraft für die Region und die vorhandene außerordentlich hohe Landschaftsbildqualität sich absolut konträr gegenüber stehen". Außerdem stehe auch der ökonomische und ökologische Nutzen in Frage.
Nichtsdestotrotz setzte Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart symbolisch einen Baggerstich. Damit wurde der Beginn der Arbeiten demonstriert. Die begannen aber schon am 6. Mai, wie Bauleiter Wilfried Reiss mitteilte. Etwa 700 Meter außerhalb von Mißlareuth auf 627 Meter über NN. Genau auf dem Rohrweg nach Münchereuth, Im Landkreis Hof, steht künftig eine Anlage. Die zweite wird 500 Meter östlich, nahe der Straße Mißlareuth - Grobau, errichtet. Beide Anlagen sind baugleiche Modelle, "die bis Oktober stehen sollen", so der 49-jährige Steffen Stecher, der auch Geschäftsführer der EST-Spezialtechnik GmbH Döbeln ist.
"Errichtet werden Modelle der Firma REpower GmbH. Diese haben eine Nabenhöhe von 100 Meter und Rotorblätter mit einem Durchmesser von 92 Meter", klärt Stecher über Größen-details auf. Es berichtet, dass die Maßnahme in Mißlareuth seit fünf Jahren in der Planung ist, etwa 1500 m² Land dafür von fünf Leuten gekauft und für zehn Hektar die Zustimmung der Grundstückseigner eingeholt werden musste.
In seiner Eröffnungsrede sprach Stecher später auch von Problemen in der Genehmigungs-phase, die fast zum Scheitern des Vorhabens geführt hätten. "Aber auch Dank des Regierungspräsidium
s ist der Bau doch noch möglich geworden", so Stecher, der Regierungs-präsident Karl Noltze in dessen Abwesenheit dafür dankte. Nach Aussage von Steffen Stecher habe die bauausführende Firma 100 Beschäftigte, existiere seit 1992 und beschäftige sich mit Projekten zur Energieversorgung, zur Erzeugung alternative Energien und führe Spezialtiefbau aus. Bereits im Jahre 1994 errichtete EST Döbeln die ersten Wind-räder. Bisher sind es sachsenweit 50 Stück, 30 davon betreibt das Unternehmen selbst - auch künftig in Mißlareuth.

Bericht aus dem "Vogtland Anzeiger" von Freitag, dem 16. Mai 2008
 
Spatenstich für Windkrafträder
Auf Mißlareuther Flur rotieren ab Sommer zwei Giganten
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Als Investition in die Zukunft auch dieser Reuther Kinder aus der Kinder-tagesstätte wertete Bürgermeister Ulrich Lupart den gestrigen Spatenstich. Von links: Laura Zeiske, Selina Schödel, Johannes Wetstein, Lydia Schubert, Celine Röhn.

Foto: Ellen Liebner
 Mißlareuth. Rund sieben Millionen Euro nimt der Investor  Elektro-Spezial-Technik GmbH Döbeln in die Hand, um auf  Mißlareuther Flur bis zum Sommer zwei, je 146 Meter hohe  Windkraftanlagen zu errichten.
 Die werden, so Geschäftsführer Steffen Stecher gestern zu  Baubeginn, pro Jahr 10 Millionen Kilowattstunden Strom  liefern. Damit könnten 3000 Haushalte ein Jahr lang versorgt  werden.
 Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU) blieb es  vorbehalten, den ersten Spatenstich auszuführen.
 Dazu schwang sich der Mann in die Kabine eines  20 -  Tonnen- Kettenbaggers und hievte einen halben m³  Erdreich  empor.
 Auf dem Boden der Realität zurück, sah Lupart ein wichtiges  Etappenziel auf dem Weg der Kommune Reuth zur  energieautarken Gemeinde erreicht. Reuth verfüge bereits
über Biogasanlagen, künftig auch über Windkrafträder und in absehbarer Zeit über Photovoltaikanlagen. Damit sei die Gemeinde auf einen guten Weg, den angestrebten Mix aus umweltfreundlichen alternativen Energien zur Eigenversorgung zu verwirklichen.
Fünf Jahre lang, so legte Stecher dar, habe man sich um alle erforderlichen Genehmigungen bemüht. Von fünf Grundstückseigentümern habe man Fläche erworben, außerdem rund 100 Zustimmungen von Behörden eingeholt. Darunter die des Gemeinderats Reuth.
Keine Zustimmung zum Projekt hatte Bernhard Weisbach gegeben. Der Plauener Landschaftsarchitekt war beim gestrigen Spatenstich nicht anwesend. Er bewertete das Ereignis als einen "rabenschwarzen Tag für das vogtländische Landschaftsbild". Aus der Bevölkerung, so Stecher und Lupart übereinstimmend, habe sie nie jemand ernsthaft gegen das Bauvorhaben gestellt.
Das Revier in 625 Meter Höhe auf Mißlareuther Flur ist begehrt. Bei Windkraftanlagen-betreibern wurde es doch nach Langzeitmessungen als eines der stabilsten Windgebiete Sachsens ausgewiesen. Im angrenzenden Thüringen (Heidefeld) und Bayern (Münchereuth) nutzen Windkraftbetreiber diese Vorzüge schon längst. Lupart: "Wir bestücken also nicht als erste die Landschaft mit den Anlagen, sondern führen Begonnenes fort.


Bericht aus der "Freien Presse" von Freitag, dem 16. Mai 2008/ von Georg Bachmann
 
Reuth denkt um: Solaranlagen auf Häusern statt auf der Wiese
Bürgermeister Lupart: Dächer müssen ohnehin saniert werden
Reuth. Statt ein nun mehr freies Gelände an der Bahnhof-straße könnten auch die gegenüber liegenden kommunalen Wohnblöcke als Standort für im Dorf geplante Photovoltaik-Anlagen dienen. Das hat Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU)
am Dienstagnachmittag am Rande einer Veranstaltung gesagt.
Zu dem Treffen hatte er Einwohner des Ortes und Firmenver-treter eingeladen, um bei Bier und Bratwurst den Abriss der Ruine eines nie fertig gestellten Gebäudes zu feiern. Auf dem Gelände soll ein Solarpark entstehen. Für die
Planung des auf rund 2,2 Millionen Euro geschätzten und von einem Döbelner Investor finanzierten Projekts ist der Zobeser Uwe Röhn vorgesehen. Der war am Dienstag ebenfalls mit in Reuth und sieht in der Wohnblock-Variante sogar die bessere Lösung. Zum einen, weil kein zeitaufwendiger Bebauungsplan nötig sei. Zum anderen weil auf Dächern installierte Anlagen derzeit politisch bevorzugt, und deshalb großzügig gefördert werden.
Lupart denkt zudem praktisch: "Da kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. die Dächer müssen ohnehin saniert werden." (ts)

Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 01. November 2007/ von Thomas Stranz; Foto: Brigitte Meier
 
Reuth setzt bei Strom auf die Kraft der Sonne
Gelände an der Bahnhofstraße für Solarkraftwerk vorgesehen - Lob vom Landratsamt
Foto: Brigitte Meier Reuth. In einer Photovoltaik-Anlage, elektrischen Strom aus Sonnenlicht zu produzieren, könnte schon bald in der Gemeinde Reuth Wirklichkeit werden. Auf einem Gelände an der Bahnhofstraße, wo bis diese Woche noch die Ruine eines nie fertig gestellten Kindergartens gestanden hat, sollen die Solarmodule fest im Boden verankert werden.
Das sagt Uwe Röhn, der sich in Absprache mit dem Investor, der EST Spezialtechnik GmbH aus Döbeln, mit den Planungen beschäftigt. Röhn, der auch Geschäftsführer der Vogtland PET GmbH ist, die im Gewerbegebiet Plauen-Neuensalz
Kunststoffflaschen recycelt, betreibt ein Ingenieurbüro und kümmert sich derzeit um den Abriss der Ruine sowie die Beräumung des Geländes. Das eigne sich wegen seiner günstigen Ausrichtung zur Sonne für das etwa Fußballfeld große Vorhaben gut. Die Kosten gibt Röhn mit etwa 2,2 Millionen Euro an.
Um mit dem Solarkraftwerk rentabel zu sein, muss nicht einmal vom Morgen bis zum Abend über Reuth die Sonne strahlen. "Photovoltaik-Anlagen erzeugen bereits Strom, wenn es draußen hell wird", erklärt Röhn. Lacht Klärchen aber, kann maximal eine Leistung von 650 Watt pro Quadratmeter erreicht werden. Röhn geht von einer durchschnittlichen Leistung von 250 Watt pro Quadratmeter aus. Die Energie soll dann ins öffentliche Netz fließen - vergütet mit 35,5 Cent pro Kilowattstunde.
Das alles seien zunächst Überlegungen, einen Bebauungsplan gibt es dafür noch nicht, so Röhn, der auch mit kritischen Stimmen rechnet - etwa von Anwohnern. Denn das Gelände muss nicht nur komplett umzäunt werden, durch die eng aneinander gereihten Solarmodule werde auch das Ortsbild verändert. "Aber das muss dann ausdiskutiert werden, wenn der Bebauungsplan steht", so Röhn.
Tobias Pohl, Chef des Umweltamtes im Landkreis, begrüßt die Idee jedenfalls von ganzem Herzen: "Ich finde, es ist eine gute Sache, umweltfreundliche Energie im Vogtland zu erzeugen und damit dem regionalen Wirtschaftskreislauf zu nützen." Ähnliche Überlegungen von Photovoltaik-Freianlagen gibt es laut Pohl im Vogtland bisher in Auerbach. Tatsächlich in die Tat umgesetzt wurde aber noch keines der Projekte.

Bericht aus der "Freien Presse" von Samstag, dem 20. Oktober 2007/ von Thomas Stranz; Foto: Brigitte Meier
Abrissbirne fällt Reuther Ruine
Foto: Brigitte Meier Auf Gelände des nie betriebenen Reuther "Kindergar-tens" soll Sonnenenergie aus Solarpark genutzt werden

Reuth/Mißlareuth. Am 23. Oktober wird sich die Abrissbirne über die Ruine des nie als solches genutzten Kindergartenge-bäudes in Reuth erheben. Dies teilte Architekt Uwe Röhn mit, der zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in punkto baulicher Ausschreibungen Rede und Antwort stand.
Die Beseitigung der Rohbauhülle an der Bahnhofstraße stieß
auf offene Ohren bei den elf anwesenden Räten, ist das
Fachdach-Rudiment aus dem Jahr 1988 doch wahrlich kein schöner Anblick. Kurz vor der politischen Wende von 1989 für rund 80 Kinder geplant, kam es nie zur Fertigstellung. Vielmehr wurde das Gebäude 1994 verkauft. Es sollten Eigentumswohnungen entstehen. Vor wenigen Jahren ersteigerte die Gemeinde das Objekt.
Der Kindergarten befindet sich heute übrigens in einem Anbau der Reuther Schule. "Etwa 75 Mädchen und Jungen, darunter auch Hortkinder, besuchen unsere Einrichtung seit Anfang der 90er Jahre", wie Vera Tröger, stellvertretende Leiterin, Auskunft gibt.
Für den Abriss der Ruine ist laut Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU) nun ein Investor aus dem sächsischen Döbeln zuständig. Dabei handelt es sich um die EST Spezial Technik GmbH, die auch die beiden Windkrafträder südwestlich von Mißlareuth errichten will. "Im Zuge der gesetzlich geforderten Ersatzmaßnahmen erhielt der Investor die Auflage, dass Gebäude nach dem Abriss hangmäßig anzupassen", so Lupart. Erst einmal werde Wiese gesät um die Fläche zu renaturieren. Ob dort später ein Solarpark entstehen wird, ist im Gespräch. Detaillierte Information wollte allerdings noch kein Verantwortlicher geben. Steffen Stecher, einer der Döbelner Geschäftsführer, war gestern nicht für die "Freie Presse" erreichbar.
Zum Verständnis: Das 1150-Einwohner zählende Reuth ist auf dem Weg zur energie-autarken Gemeinde, weshalb die alternativen Energielieferanten gut ins Konzept passen. "Die Windräder werden eine Höhe von 146 Metern haben und sogar mit einem Fahrstuhl ausgestattet sein", informierte Lupart über die Windradriesen, die im Idealfall alle sieben Ortsteile mit Strom versorgen sollen.

Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 11. Oktober 2007 - Foto: Brigitte Meier
 
+++ Reuth plant Energie - Forum +++
Angebot richtet sich an alle Einwohner - Termin im Oktober oder November
Reuth. Im Oktober, spätestens November plant die Gemeinde Reuth ein Bürgerforum zum Thema: Energiesparen. Das hat Bürgermeister Ulrich Lupart (DSU) während der jüngsten Ratssitzung angekündigt. Im Mittelpunkt soll dabei Andreas Walther aus Netzschkau stehen, der für das kommende halbe Jahr in der Gemeinde als Energiemanager arbeiten wird. Walther hatte sich in der Sitzung vorgestellt und betont, in den nächsten Monaten nicht nur Ansprechpartner für kommunale Belange, sondern auch für die Einwohner zu sein.
In dem Forum sieht er vor allem ein Angebot an jene Bürger, die bei den Energieausgaben tatsächlich sparen möchten, aber mit Augenmaß planen und sich bei den damit verbundenen Ausgaben für die notwendige Technik nicht verausgaben wollen. "Es nützt nichts, jemanden eine Solaranlage schmackhaft zu machen, dessen Hausdach mehr Fenster als Ziegel hat", warnt Walther vor möglichen Fehlern.
Zugleich schraubt er allzu große Erwartungen an das mögliche Einsparpotenzial zurück. Schließlich sei gerade in Ostdeutschland das Gros der privaten Heizungsanlagen in den vergangenen 17 Jahre erneuert worden. und damit auf einem vergleichsweise modernen Niveau. Das müsse allerdings trotzdem ständig überprüft werden, so Walther.
Derzeit beschäftigt sich der Fachmann vor allem mit Einsparmöglichkeiten im kommunalen Bereich - etwa bei der Straßenbeleuchtung oder der Wärmeversorgung für den inzwischen unter anderem von der Feuerwehr genutzten Gebäudekomplex der früheren Schule und des Kindergartens. Dort bestehe Handlungsbedarf. Dabei sei nicht der noch recht moderne Heizkessel das Problem, sondern das 40 Jahre alte Leitungsnetz. Walther: "In dem geht sehr viel Wärme verloren."

Bericht aus der "Freien Presse" von Freitag, dem 07. September 2007/ von Thomas Stranz
 
Biogasanlagen unterstützen Reuther Vision - Genossenschaft nutzt technische Errungenschaft seit 1999
Dehles. Nimmt man das enorme Interesse als Gradmesser, begibt sich die Kommune Reuth in breiter Front auf den zukunftsträchtigen Weg, energieautarke Kommune zu werden. Fachleute erklärten knapp 100 Besuchern, welchen Nutzen der einzelne ebenso wie die Gemeinschaft aus Biogas, Photovoltaik, Windkraft und Solarenergie ziehen kann.
-----------------------------------------------------------------------------------------.... Thilo Lehmann, Geschäftsführer der Maschinenbau GmbH aus Jocketa, bot einen Überblick über die in verschiedensten Systemen und Verfahren denkbare Biogastechnik. "Eine Technologie, die ihren Siegeszug angetreten hat", sagte er.
... Aus Licht wird Energie bei einer Photovoltaikanlage. Über Vor- und Nachteile informierte Lothar Seliger aus Schloditz. "Diese umweltfreundliche Sache hat beste Wachstumschancen", kommentierte er.
Der Windkraft widmete sich Michael Schubert aus Westewitz als Vortragender. "Bei den Wunschenergien der Deutschen rangiert der Wind nach Sonnen- und Wasserkraft auf Rang drei", führte er aus. ...
Zum Thema Erdwärme und Wärmepumpen referierte Wolfgang Müller aus Pausa. Er verdeutlichte, dass Wärmepumpenenergie keine reine erneuerbare Energie sei. Die Vorräte an Erdöl auf der Erde bezifferte er auf 44 Jahre.
Gunter Schimmel aus Mehltheuer riet den Leuten, sich beraten zu lassen, ob ihr Haus solartauglich sei. ...
Im Sommer 2006 soll ein vom Chemnitzer Industrieunternehmens Pro-Con erarbeitetes Konzept vorliegen. Dessen Firmenvertreter Thomas Scherzberg versicherte der Gemeinde Reuth, auf dem richtigen Weg zu sein.
"Im Spätherbst wird in Reuth einiges passieren", blickte ein über Teilnahme und den Ablauf der Konferenz sichtlich zufriedener Bürgermeister bereits am Dienstag weiter voraus. Er denkt unter anderem daran, dass die kommunalen Wohnungen in Reuth von Energie profitieren könnten, die in einer Reuther Biogasanlage erzeugt wird.
Die Experten beantworteten ein halbes Dutzend Fragen, bevor es dann im kleineren Kreis um ganz persönliche Anfragen in Sachen Energie ging. ... (Georg Bachmann)

Auszugsweise aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 9. März 2006
Begrüßung durch  Bürgermeister U. Lupart die Fachvortäge beginnen ausgelegtes Prospektmaterial die Prospekte waren gefragt
+++ bitte auf das Bild klicken +++
Fotos: B.M.
 
Energie-Gipfel in zweiter Auflage
Reuth auf dem Weg zur energie-autarken Gemeinde - Sechs Referenten informieren in Dehles 60 Zuhörer (von Georg Bachmann)
bitte klicken Dehles. Wie wird Reuth mit seinen sieben Ortsteilen - 1142 Einwohnern leben in 430 Haushalten - zur energieautarken Kommune? Anders gefragt: Wie deckt Reuth seinen Energiebedarf aus regenerativen Energieformen? Antworten auf diese Frage suchte die 2. offene Energiekonferenz, die am Dienstagabend im Betrieb der Milchwirtschaft Dehles stattfand.
"Das Ziel ist bei entsprechendem Engagement für die Gemeinde sicher zu erreichen", versicherte Thomas Scherzberg, dessen Firma ProCon in Chemnitz an einer Machbarkeitsstudie für Reuth arbeitet, diese demnächst
vorlegen will. Man habe die bisherigen Leistungen ohne
Die Referenten beim Energie- Gipfel in Dehles (von links). Silvio Fischer, Thomas Scherzberg, Manfred Kreher, Astrid Plank, Werner Müller, Andreas Völlings
Vergütung erbracht, erklärte Scherzberg. Sein Unternehmen werde sich damit gedulden, bis Fördermittel für das Projekt ins Reuther Gemeindesäckel fließen.
Aufs liebe Geld wartet auch Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart. der Ideengeber und Initiator aller Bemühungen um Energie-Autarkie. "Wir erwarten mehr als Schulterklopfen, sondern praktische Unterstützung", äußerte sich Lupart erwartungsvoll in Richtung Dresden und Chemnitz. "Der Vogtlandkreis macht schon ganz gut mit, muss sich aber noch steigern", wandte er sich an Tobias Pohl. Der Umweltamtschef des Vogtlandkreises saß im Publikum.
"Uns sind alle Helfer willkommen", ließ Lupart seine Gedanken schweifen, nannte vier Säulen der Reuther Energie-Autarkie: Zwei Biogasanlagen in Dehles und in Reuth., zwei Windkraftanlagen in Mißlareuth, eine Photovoltaikanlage Reuth, ein Bürgerkraftwerk in Tobertitz.
Ein halbes Dutzend Referenten stand auf der Rednerliste der Konferenz. Sie begründeten die Notwendigkeit einer Energiewende hierzulande, zeigten Möglichkeiten der Energieberatung auf, gingen auf Finanzierungsmöglichkeiten für Privatleute und Kommunen ein, führten verschiedene Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung zum Energiesparen vor.
Versammlungsleiter, Uwe Röhn stellte am Ende einer zweistündigen Konferenz fest, dass die Referenten mit den weitesten Anreisewegen aus Dresden und Chemnitz auch die längste Redezeit beansprucht hatten. So gesehen fasste sich Silvio Fischer aus Dehles am kürzesten. Er war zu Fuß gekommen und stellte den Milchwirtschaftsbetrieb samt zugehöriger Biogasanlage vor.
Tobias Pohl würdigt im Pausengespräch mit "Freie Presse" die Reuther Bestrebungen, regenerative Energien einzusetzen. Das gesamte Vogtland als energieautarke Region könne er sich nicht vorstellen, wohl aber mehrere "Keimzellen" ähnlich den Vorhaben in Reuth und im Waldpark Grünheide.

Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 11. Mai 2006 / Foto: Ellen Liebner
+++ bitte auf das Bild klicken +++
Fotos: U.M.
 
+++Zwei Partner für Reuth im Energie-Dialog +++
Energie-autarke Dörfer im Westen
Reuth. "Es könnte doch schon zwei energie-autarke Kommunen in Deutschland geben." Mit dieser Auskunft überraschte gestern Andreas Völlings "Freie Presse". Noch zur Energie-Konferenz am Dienstag im Reuther Ortsteil Dehles hatte auch Völlings als Referent und Vertreter des Energieeffizienzzentrums im Sächsischen Landtag für Umwelt und Geologie keine energie-autarke Kommune in Deutschland nennen können.
Völlings aktuelle Recherche indes führte zu zwei Hinweisen: Die Gemeinde Jühnde in Niedersachsen und die Gemeinde Morbach in Rheinland-Pfalz sollen ihren Energiebedarf ausschließlich aus regenerativen Energieformen decken. "Ein Nachwuchs über die erreichte Autarkie liegt uns aber nicht vor", äußert sich Völlings vorsichtig. "Es gibt vor allem in Österreich Gemeinden, die Energie-Autarkie anstreben, beziehungsweise schon erreicht haben", sagt der Experte und nennt stellvertretend die Ortsnamen Güssing und Großwilfersdorf.
Zu den beiden deutschen Kommunen will Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart Kontakt aufnehmen. "Vielleicht haben alle Partner etwas davon", sagt er und beruft sich dabei auf den Grundsatz, dass Erfahrungsaustausche immer noch die billigste Investition seien. (ach)


Bericht aus der "Freien Presse" von Samstag, dem 13. Mai 2006
 
+++Energie-Dorf: Grünes Licht für Studie +++
Reuth. Auf dem Weg zu einer energieautarken Gemeinde ist Reuth einen Schritt vorangekommen. Der Gemeinderat gab bei einer Chemnitzer Firma eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Innerhalb der nächsten Monate soll die Firma nun prüfen, ob Reuth seinen Energiebedarf etwa durch Windkraft, Biogas und Solaranlagen selbst decken kann. Die Studie umfasst zudem Vorschläge, wie dieses Vorhaben konkret umgesetzt werden kann, sowie die Suche nach Fördermöglichkeiten. Die Untersuchung kostet 1600 €.
"Dieses Geld ist nicht rausgeschmissen", hatte Bürgermeister Ulrich Lupart vor der Abstimmung um Unterstützung durch die Räte geworben. Eindringlich betete er den Räten vor, dass die Energiepreise künftig steigen dürften und die Gemeinde den richtigen Weg eingeschlagen habe. "Wenn es Vorteile bringt für die Bürger, bin ich auch mal ein Grüner", flachste der DSU-Mann. Um seinen Bürgern diese Vorteile schmackhaft zu machen, lädt er für den 7. März um 19.00 Uhr zur Energiekonferenz mit zahlreichen Fachvorträgen in die Kantine der Milchwirtschaft Dehles. (fhob)

Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 16. Februar 2006
+++ Ulrich Lupart nimmt Neuland untern Pflug: +++
Reuth soll energie-autarke Kommune werden
Gemeinderat folgt Vision des Bürgermeisters zögerlich - Ingenieurfirma Pro-Con aus Chemnitz hält Fachvortrag und bietet Zusammenarbeit an
Reuth. Eine Vision beseelt Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart. Die Gemeinde mit ihren sieben Ortsteilen und 1000 Einwohner könnte des Vogtlands erste energie-autarke (energie-selbstständige) Kommune werden. Das hieße, man verbraucht nicht mehr Energie aus regenerativen Quellen als man auch selbst zu produzieren vermag. Der Gemeinderat reagierte reserviert. Zwar verschließen sich die Abgeordneten den Gedankenspielen nicht, aktuelle andere Probleme beschäftigen sie aber mehr. (von Georg Bachmann)

Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 19. Januar 2006

+++ bitte auf das Bild klicken +++
Blick auf Reuth aus der Vogelperspektive.
Diese Ansicht wie auch Luftaufnahmen von allen anderen Reuther Ortsteilen können in der Geschäftsstelle der
"Freien Presse" in Plauen erworben werden.
+++ Deutschlands Energie-Importrechnung fällt von Jahr zu Jahr höher aus+++

+++ bitte auf das Bild klicken +++
Der Preisanstieg an den internationalen Energiemärkten macht sich auch für die deutsche Wirtschaft sehr unangenehm bemerkbar. Musste die Unternehmen für die Einfuhr von Erdöl, Erdgas, Mineralölerzeugnissen und Kohle im Jahr 2004 noch rund 53 Milliarden Euro ausgeben, so werden im Jahr 2005 gut 73 Milliarden fällig. 20 Milliarden Euro Mehraufwand für Energie - das entspricht fast einem Prozent des Bruttoinlandprodukts. Und das ist noch nicht das Ende. 2006 muss Deutschland noch mehr Geld für Energieeinfuhren aufbringen, vermutlich knapp 90 Milliarden Euro. Dieser gewaltige Kaufkraftentzug hat natürlich Folgen: Er dämpft die konjunkturelle Entwicklung und trägt damit nicht gerade zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit bei.

Bericht aus dem "Vogtlandanzeiger" vom 26.11.2005
+++Sachsen setzt auf Braunkohle und erneuerbare Energien+++
Ministerpräsident Georg Milbradt: Alternative Energien müssen schnellstens wettbewerbsfähig werden

+++ bitte auf das Bild klicken +++
Freiberg. Die Braunkohle wird noch lange Zeit Sachsens Energieträger Nummer eins sein. "Sachsen bleibt Braunkohleland", sagte der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) gestern in Freiberg beim ersten sächsischen Rohstofftag. Der Anteil erneuerbarer Energien werde zudem in den nächsten Jahren weiter steigen. Bei Wind und Wasser stoße Sachsen an die Grenzen der Nutzung. Solarenergie, Geothermie und Biomasse bergen aber ein großes Energiepotenzial. Wie andere Produkte auch
müssten erneuerbare Energien jedoch wettbewerbsfähig werden und dürften über die notwendige Anschubfinanzierung hinaus nicht gefördert werden. Derzeit seien sie hoch subventioniert und "das kann nicht immer so weiter gehen".
Ziel der Staatsregierung ist es, laut Milbrandt, dass auch in Zukunft Bürger und Wirtschaft Energie und Rohstoffe sicher, preisgünstig sowie umwelt- und sozialverträglich zur Verfügung gestellt bekommen. In der Vergangenheit seien die Preise durch politische Konflikte sowie die rasante wirtschaftliche Entwicklung von China und Indien spektakulär angestiegen.
Angesichts dieser Erfahrungen seien Scheuklappen in der Diskussion um die künftige Ausrichtung der Energiepolitik fehl am Platze. "Billige Energie wird es nicht mehr geben", sagte Milbradt. Um so stärker müsse der Wettbewerb bei Energie und Strom angekurbelt werden. Der Freistaat habe von 31 Anträgen auf Preiserhöhung zum Jahreswechsel die beantragte Steigerung bei 29 Unternehmen um durchschnittlich ein Viertel gekürzt.
Horst Richter, Vorstandsvorsitzender des Geokompetenzzentrum Freiberg e.V., regte gestern an, den Rohstoffabbau wieder aufzunehmen. "Sachsen ist kein rohstoffarmes Land. Kupfer, Zink und Wolfram lagern noch unter der Erde", sagte er. Anfang der 90er Jahre seien alle Gruben geschlossen worden. Nach 15 Jahren und einer welt- und energiewirtschaftlich völlig neuen Situation müsste darüber nachgedacht und nachgerechnet werden. Durch die eigene Entwicklung würden Entwicklungsländer nicht mehr so bereitwillig Rohstoffe nach Europa verkaufen. Für den Abbau von Rohstoffen in Sachsen gibt es bereits Anfragen aus dem Ausland. (Ramona Nagel)

Bericht aus "Freie Presse" vom 23.03.2006
 
Auf dem Weg zur Energie-Autarkie
Gemeinde Reuth will sich mit Energiemix unabhängig machen
 
Für seine soziale Ader ist er bekannt, Ulrich Lupart, der Bürgermeister der vogtlän-dischen Gemeinde Reuth.
Bürgermeister Ulrich Lupart
Liebt gern auch moderate Töne. Ulrich Lupart, Bürgermeister der vogtländischen Gemeinde Reuth.
Wo Hilfe im Ort gebraucht wird, ist er mit persönlichem Engagement und materieller Unter-stützung zur Stelle. Medien kürten ihn dafür zum nettesten Bürgermeister Deutschlands.
Was die 1142-Einwohner-Gemeinde und ihr Oberhaupt jedoch in die Schlagzeilen brachte, ist die Vision, energie-autarke Kommune zu werden. Lupart schwebt ein Mix aus regenera-tiven Energieformen vor, um für seine Gemeinde preiswerteren und umweltfreundlichen Strom zu bekommen. Im Klartext bedeutet das, im Ort nicht mehr Energie zu verbrauchen, als man aus regenerativen Quellen selbst zu produzieren vermag. Die Reuther Energie-Autarkie soll nach den Vorstellungen des Bürgermeisters auf vier Säulen ruhen: Zwei Biogasanlagen, zwei Windkraftanlagen, eine Photovoltaikanlage und ein Bürgerkraftwerk. Zwei Beispiele für Energiegewinnung aus Biomasse habe man ja schon in den Ortsteilen Dehles und Schönlind. In Mißlareuth nehme ein Windkraftprojekt Gestalt an und die Reuther Tankstelle könne eventuell Diesel anbieten.
"Die Gemeinde Reuth ist auf dem richtigen Weg. Eine energieautarke Kommune, das ist keine Vision, sondern aktiver Klimaschutz", versicherte Thomas Scherzberg von Pro-Con. Das Chemnitzer Industrieunternehmen arbeitet an einer Machbarkeitsstufe für Reuth und seine sieben Ortsteile. Ein Investor aus dem sächsischen Döbeln steht Gewehr bei Fuß, um zwei Windkraftanlagen in der Gemeinde zu errichten.
Nach anfänglicher Skepsis bekunden jetzt immer mehr Einwohner und mittelständige Unter-nehmen des Ortes ihr Interesse an den Vorhaben des Bürgermeisters. Auch Sachsens Umweltminister Tillich zeigte sich interessiert an dem Reuther Projekt. "Wir erwarten aber mehr als Schulterklopfen, sondern praktische Unterstützung", äußerte sich dazu Ulrich Lupart erwartungsvoll in Richtung sächsische Landeshauptstadt und Chemnitzer Regierungspräsidium. WOLFGANG BALTZER

Bericht aus dem "WIRTSCHAFTSJOURNAL"; Nr. 11; 16. Jahrgang (Das mitteldeutsche Wirtschaftsmagazin)
 
Biotop gleich hinter dem Gemeindeamt in Reuth
2000 Quadratmeter großer Teich in natürlicher Umgebung

Wie klar das Wasser in neuen Teich des Biotops ist, prüfte Ulrich Lupart an Ort und Stelle. "Hier werden demnächst Fische eingesetzt", blickte der Bürger-meister voraus. Und auch einige Sitz-bänke würden gut dorthin passen, ließ er seine Gedanken schweifen.
- FOTO: Simone Zeh
Reuth. "Ich finde es sehr gut und halte es auch für notwendig, dass der natur etwas zurück gegeben und nicht immer Fläche nur versiegelt wird", äußerte Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart, als er jetzt ein neues Biotop in Reuth an die Öffentlichkeit übergab. Für den Ort sei dies ein Glücksfall.
Der abgegrenzte Lebensraum innerhalb eines Ökosystems - so wird der Begriff Biotop definiert - befindet sich nur wenige 100 m hinter dem Haus der Gemeindeverwaltung Reuth und bereits inmitten der Natur. Zu diesem Biotop gehören ein Teich mit etwa 2000 Quadratmeter Wasserfläche, ein gemächlich dahin fließender Wasserlauf, ausgelegt mit Steinen, zahlreiche Bäume und Sträucher sowie Wiesenfläche, die teils neu angesät worden ist.
Dieses Biotop in Reuth gilt als eine Ausgleichsmaßnahme für einen Abschnitt der Autobahn bei Zwickau Ost. Eine Landschaftsbaufirma aus Elsterwerda erstellte es im Auftrag des Autobahnamtes in Dresden, welches sie Fläche von privat kaufte. Firmenvertreter Gerhard Müller freute sich, dass die Gemeinde Reuth ihn und einige Mitarbeiter zu der Übergabe eingeladen und sich für die Arbeiten bedankt hatte. "So etwas ist nicht alltäglich", so der Elsterwerdaer. Müller bedankte sich zudem bei der Bevölkerung, die viel Krach und Dreck in den vergangenen Monaten während der Bauarbeiten in Kauf nehmen musste und nie darüber geklagt hatte.

Bericht aus der "Freien Presse" von Donnerstag, dem 15. Juni 2006 (Bericht von Simone Zeh)
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Baggerarbeiten am Biotop
+ Ein Teich als ökologischer Ausgleich + Fotos: B.M.
Biotop kurz vor der Fertigstellung
zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken

REUTH - Ein Bagger gräbt derzeit seine große Schaufel am Ortsrand von Reuth in Richtung Spielmes in die Erde einer großen Wiese. Als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Abschnittes Plauen/Ost bis Zwickau/Ost der Bundesautobahn 72 entsteht hier ein Biotop.
"Es ist eine Maßnahme des sächsischen Autobahnamtes in Dresden und es wird ein Teich mit einer Wasserfläche von etwa 2000 m² mit einer gruppenweisen Bepflanzung entstehen", schildert im Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger der Nürnberger Landschaftsarchitekt Dietmar Malik die derzeit dort stattfindenden Arbeiten. "Im Rahmen dieser ökologischen Ausgleichsmaßnahme wird im Nachbarflurstück eine Heckenstruktur entstehen und bei Ruderitz eine Aufforstung mit heimischen Laubhölzern vorgenommen. Auf insgesamt 6,5 ha erfolgen an diesen Orten Ersatzmaßnahmen für den erfolgten Autobahnbau zwischen Plauen und Zwickau."
Derzeit arbeitet die Landschaftsbau Elbe-Elster GmbH in Elsterwerda an dem Teich. Damit dieser entsteht, müssen rund 3000 m³ Erdboden entfernt werden. Der Boden wird abtransportiert und bei der Biogasanlage der Agrarproduktion Reuth eingebaut. "Wir versuchen, die Belästigung der Anwohner durch die Erdtransporte so gering wie möglich zu halten. Auf dem zukünftigen Areal wird eine extensive Bewirtschaftung - ohne Düngung - möglich", sagte der Architekt. (j.st.)

Bericht aus dem"Vogtland Anzeiger" von Samstag, dem 03. September 2005

 
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